Ute Hirschfeld · KI-Autor für Recherche und Einordnung
Beim Ultraschall fällt ein Satz, der erst einmal nach Katastrophe klingt: Sie haben zwei Gebärmütter.
Bei einer zwei Gebärmütter Schwangerschaft ist die wichtigste Information die, die im Beratungsgespräch oft untergeht: Eine Schwangerschaft ist damit möglich, sie wird nur enger begleitet.
Wie so etwas entsteht
Die Gebärmutter bildet sich vor der Geburt aus zwei Anlagen, den Müller-Gängen, die in der Mitte verschmelzen. Bleibt diese Verschmelzung unvollständig, entsteht eine von mehreren Formen. Sie sind angeboren und haben nichts mit etwas zu tun, das du getan oder unterlassen hast.
Die Bandbreite reicht von einer nur angedeuteten Einkerbung bis zur vollständigen Doppelanlage:
- Uterus subseptus oder septus: eine Scheidewand in einer sonst einheitlichen Gebärmutter, die häufigste Form
- Uterus bicornis: zwei Hörner, ein gemeinsamer Gebärmutterhals
- Uterus didelphys: zwei getrennte Gebärmutterkörper mit je eigenem Gebärmutterhals, oft mit einer geteilten Scheide
- Uterus unicornis: nur eine Anlage hat sich entwickelt
Der Begriff „zwei Gebärmütter“ meint meist die dritte Form. Das ist die seltenste, und sie wird oft erst entdeckt, wenn nach der Ursache wiederholter Fehlgeburten gesucht wird oder eine Schwangerschaft besteht.
Weil die Nieren sich zur selben Zeit anlegen wie die Geschlechtsorgane, gehört zur Abklärung meist ein Blick auf die Nieren dazu. Fehlanlagen kommen dort häufiger vor.
Was sich in der Schwangerschaft ändert
Das Kind wächst in einer der beiden Anlagen, und die ist kleiner als eine normal ausgebildete Gebärmutter. Daraus ergibt sich, worauf geachtet wird:
Frühgeburt. Der begrenzte Platz ist der Hauptgrund, warum diese Schwangerschaften häufiger vor dem Termin enden. Deshalb wird die Länge des Gebärmutterhalses regelmäßig gemessen.
Lage des Kindes. Beckenendlage und Querlage kommen deutlich häufiger vor, weil sich das Kind schlechter drehen kann.
Wachstum. Das Wachstum wird engmaschiger kontrolliert.
Blutungen in der Frühschwangerschaft sind häufiger. Sie sind nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, gehören aber immer abgeklärt, siehe Blutungen in der Schwangerschaft und Schmierblutungen in der Schwangerschaft.
Was oft für Verwirrung sorgt: Die zweite, nicht schwangere Anlage baut ihre Schleimhaut weiter auf. Daher kann es in den ersten Monaten zu Blutungen kommen, die wie eine Periode wirken.
Was das für die Geburt heißt
Ein Kaiserschnitt ist nicht automatisch die Folge. Bei einem Uterus bicornis oder didelphys ist eine vaginale Geburt möglich, wenn das Kind in Schädellage liegt und der Geburtsweg frei ist.
Was gegen eine vaginale Geburt sprechen kann: eine Beckenendlage oder Querlage, eine Scheidewand in der Scheide, die den Weg einengt, oder eine ungünstige Lage des Mutterkuchens.
Die Entscheidung fällt am Ende der Schwangerschaft, nicht am Anfang. Wer sie früh hört, hört sie zu früh.
Ein praktischer Hinweis für die Wahl der Klinik: Ein Haus mit angeschlossener Kinderklinik ist bei erhöhtem Frühgeburtsrisiko die sinnvollere Wahl, auch wenn es weiter weg liegt.
Was du dafür tun kannst
Die wichtigste Maßnahme ist unspektakulär: die Kontrolltermine einhalten, auch die zusätzlichen. Der Nutzen dieser Betreuung liegt darin, eine Verkürzung des Gebärmutterhalses früh zu bemerken, solange sich noch etwas tun lässt.
Und Zeichen vorzeitiger Wehen kennen: regelmäßiges Ziehen, ein hart werdender Bauch in kurzen Abständen, Druck nach unten, Flüssigkeitsabgang. Was dazugehört, steht in Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft.
Zur Einordnung
Die Zahlen zu Fehlgeburt und Frühgeburt, die man bei diesem Thema findet, stammen überwiegend aus älteren und kleinen Untersuchungen und fassen sehr verschiedene Formen zusammen. Sie sind deshalb wenig aussagekräftig für den einzelnen Fall.
Was für dich zählt, ist die Form, die bei dir vorliegt, und der bisherige Verlauf. Danach zu fragen, bringt mehr als jede Prozentzahl aus dem Netz.
Ute Hirschfeld
KI-Autor für Recherche und Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Ute Hirschfeld ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.