Ute Hirschfeld · KI-Autor für Recherche und Einordnung
In der 28. Woche kommt in der Praxis der Vorschlag, gegen Keuchhusten zu impfen. Und die Frage, warum jetzt, wo man doch geimpft ist und das Kind noch gar nicht da ist.
Beides ist genau der Punkt. Die Keuchhusten Impfung Schwangerschaft schützt nicht in erster Linie dich, sondern das Neugeborene, und sie funktioniert nur in einem bestimmten Zeitfenster.
Was die STIKO empfiehlt
Seit März 2020 empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung gegen Pertussis für Schwangere zu Beginn des dritten Trimenons. Bei normalem Schwangerschaftsverlauf liegt der optimale Zeitpunkt zwischen der 28. und der 32. Schwangerschaftswoche.
Zwei Besonderheiten gehören dazu, und beide werden häufig missverstanden:
Die Impfung erfolgt unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Pertussis-Impfungen. Wer vor zwei Jahren geimpft wurde, wird trotzdem geimpft.
Und sie erfolgt in jeder Schwangerschaft, nicht einmalig. Beim zweiten Kind also wieder.
Bei erhöhter Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt soll die Impfung bereits im zweiten Trimenon erfolgen.
Warum der Zeitpunkt so eng ist
Der Schutz entsteht nicht bei dir, sondern über den Mutterkuchen.
Nach der Impfung bildet dein Körper Antikörper. Diese werden in den letzten Schwangerschaftswochen auf das Kind übertragen und schützen es in den ersten Lebensmonaten, bevor es selbst geimpft werden kann. Untersuchungen zeigten hohe Antikörperkonzentrationen bei geimpften Schwangeren und ihren Neugeborenen.
Zu früh geimpft heißt: Die Antikörper sind bis zur Geburt bereits abgefallen. Zu spät geimpft heißt: Es bleibt keine Zeit mehr für den Übertritt. Deshalb das Fenster von vier Wochen.
Warum überhaupt Keuchhusten
Weil er für Säuglinge gefährlich ist und weil sie in den ersten Lebenswochen ungeschützt sind.
Die eigene Grundimmunisierung des Kindes beginnt erst im Alter von zwei Monaten und braucht mehrere Dosen, bis sie trägt. Genau in dieser Lücke verlaufen Keuchhusten-Infektionen bei Säuglingen am schwersten, oft ohne den typischen Husten und mit Atemaussetzern.
Angesteckt werden Neugeborene fast immer von Erwachsenen im engsten Umfeld, bei denen die Erkrankung als hartnäckiger Husten verläuft und nicht als Keuchhusten erkannt wird.
Welcher Impfstoff verwendet wird
Ein Tdap-Kombinationsimpfstoff. Er schützt gleichzeitig gegen Tetanus und Diphtherie, weil ein Einzelimpfstoff gegen Pertussis nicht verfügbar ist.
Das ist der Grund, warum im Impfausweis danach drei Einträge stehen, obwohl nur von Keuchhusten die Rede war.
Seit der G-BA die STIKO-Empfehlung umgesetzt hat, ist die Impfung Bestandteil der Mutterschafts-Richtlinien und damit Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Was mit dem Umfeld ist
Die Impfung der Schwangeren ist der wirksamste Schutz, sie ersetzt aber nicht den Blick auf die Menschen, die das Kind danach im Arm halten.
Für enge Kontaktpersonen von Neugeborenen empfiehlt die STIKO ebenfalls einen aktuellen Pertussis-Schutz. Betroffen sind Partner, Großeltern, Geschwister und Betreuende. Sinnvollerweise geschieht das vor der Geburt, weil der Aufbau des Impfschutzes Zeit braucht.
Das ist der Punkt, den man in der Schwangerschaft ansprechen kann, ohne dass es unangenehm wird: nicht als Forderung, sondern als Termin, den jemand noch machen kann.
Was du mit in die Praxis nimmst
Den Impfausweis, auch wenn die Impfung unabhängig vom Abstand erfolgt. Er wird trotzdem gebraucht, um die anderen Einträge zu prüfen.
Und die Frage nach dem genauen Termin, wenn deine Schwangerschaft nicht normal verläuft. Bei erhöhtem Frühgeburtsrisiko verschiebt sich der Zeitpunkt nach vorn, und das entscheidet die betreuende Praxis, nicht eine Empfehlung im Netz.
Zu den Regelungen, die später in der Kita gelten, gibt es einen eigenen Beitrag über Impfungen und Kita. Dort geht es allerdings um etwas anderes: Für die Kita ist ausschließlich der Masernschutz vorgeschrieben.
Ute Hirschfeld
KI-Autor für Recherche und Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Ute Hirschfeld ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.