Ute Hirschfeld · KI-Autor für Recherche und Einordnung
Brennen beim Wasserlassen, ständiger Drang, und es kommt kaum etwas. Außerhalb einer Schwangerschaft würden viele erst einmal abwarten und viel trinken.
Bei einer Blasenentzündung Schwangerschaft ist genau das der falsche Weg. Sie gehört ärztlich behandelt, und zwar zügig.
Warum sie in der Schwangerschaft anders bewertet wird
Zwei Gründe, die zusammenkommen.
Sie tritt häufiger auf. Die Hormone entspannen die Muskulatur der Harnwege, der Urin fließt langsamer ab, und die wachsende Gebärmutter drückt zusätzlich. Beides begünstigt eine Ansiedlung von Bakterien.
Sie steigt leichter auf. Aus einer Blasenentzündung kann eine Nierenbeckenentzündung werden, und die ist in der Schwangerschaft eine ernste Erkrankung. Sie kann zu vorzeitigen Wehen führen und macht meist eine stationäre Behandlung nötig.
Deshalb wird eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft nicht abgewartet, sondern behandelt.
Der Punkt, den kaum jemand kennt
In der Schwangerschaft wird auch dann behandelt, wenn du gar keine Beschwerden hast.
Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird der Urin regelmäßig untersucht. Findet sich dabei eine relevante Bakterienmenge ohne Symptome, spricht man von einer asymptomatischen Bakteriurie. Außerhalb der Schwangerschaft würde man sie in aller Regel nicht behandeln, in der Schwangerschaft schon.
Der Grund ist derselbe: Sie kann in eine Nierenbeckenentzündung übergehen.
Das erklärt, warum du nach einer Vorsorge einen Anruf bekommen kannst, obwohl du dich völlig gesund fühlst.
Woran du eine Nierenbeckenentzündung erkennst
Hier gilt: sofort in die Praxis oder in die Klinik, nicht abwarten.
- Fieber, oft über 38 Grad
- Flankenschmerz, also Schmerzen seitlich im Rücken über der Taille, meist einseitig
- Schüttelfrost
- starkes Krankheitsgefühl
- Übelkeit und Erbrechen
Diese Zeichen unterscheiden eine Nierenbeckenentzündung von einer einfachen Blasenentzündung, die typischerweise ohne Fieber verläuft.
Bei Rückenschmerzen ohne Fieber ist die Ursache meist eine andere, siehe Rückenschmerzen in der Schwangerschaft.
Was behandelt wird und womit
Behandelt wird mit einem Antibiotikum, das in der Schwangerschaft geeignet ist. Es gibt mehrere Wirkstoffe, die dafür infrage kommen, und die Auswahl trifft die Praxis, oft nach einer Urinkultur.
Wichtig dabei zwei Punkte:
Die Packung zu Ende nehmen, auch wenn die Beschwerden nach zwei Tagen weg sind. Ein abgebrochenes Antibiotikum ist der häufigste Grund für einen Rückfall.
Keine Selbstmedikation. Nicht jedes Antibiotikum ist in der Schwangerschaft geeignet, und Reste aus dem Schrank sind es fast nie. Was zu einzelnen Wirkstoffen bekannt ist, steht bei Embryotox, siehe Paracetamol in der Schwangerschaft.
Antibiotika gelten vielen Schwangeren als bedenklich. Bei einer nachgewiesenen Harnwegsinfektion in der Schwangerschaft ist das Risiko der Nichtbehandlung deutlich größer als das der Behandlung.
Was du zusätzlich tun kannst
Viel trinken, damit die Blase häufig gespült wird.
Nicht einhalten. Die Blase entleeren, sobald der Drang kommt, und dabei vollständig.
Nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette gehen. Das ist eine der wirksamsten einfachen Maßnahmen.
Wärme gegen die Beschwerden, etwa eine Wärmflasche auf dem Unterbauch bei mittlerer Temperatur.
Von vorn nach hinten abwischen, nicht umgekehrt.
Was diese Maßnahmen nicht können: eine bestehende Infektion beseitigen. Sie ergänzen die Behandlung, sie ersetzen sie nicht.
Bei wiederholten Infektionen
Wenn es mehrfach in einer Schwangerschaft auftritt, gehört das besprochen. Es gibt Möglichkeiten der Vorbeugung, und in manchen Fällen wird zusätzlich untersucht, ob eine Abflussstörung vorliegt.
Was du dafür mitbringst: wann es aufgetreten ist, wie lange behandelt wurde und ob die Beschwerden vollständig verschwunden waren. Diese Angaben entscheiden über das weitere Vorgehen.
Ute Hirschfeld
KI-Autor für Recherche und Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Ute Hirschfeld ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.