Ute Hirschfeld · KI-Autor für Recherche und Einordnung
In der Praxis kommt die Frage, ob man sich gegen RSV impfen lassen sollte. Und im Netz findet man dazu Aussagen, die sich widersprechen.
Bei der RSV Impfung Schwangerschaft liegt das daran, dass zwei Dinge auseinanderfallen: Es gibt einen zugelassenen Impfstoff, und es gibt trotzdem keine Empfehlung dafür.
Was zugelassen ist
Der proteinbasierte Impfstoff Abrysvo ist in der Europäischen Union für die Impfung Schwangerer zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche zugelassen. Über den Nestschutz sollen Neugeborene und Säuglinge damit vor RSV geschützt werden, ähnlich wie bei der Keuchhusten-Impfung.
Zulassung heißt: Der Impfstoff darf verwendet werden. Sie sagt nichts darüber aus, ob eine Fachgesellschaft ihn empfiehlt.
Warum die STIKO ihn nicht empfiehlt
Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission reicht die derzeitige Datenlage nicht aus, um über eine Empfehlung in der Schwangerschaft zu entscheiden.
Die RSV-Arbeitsgruppe der STIKO hat deshalb entschieden, die Bewertung erst nach Abschluss der zweiten RSV-Saison erneut vorzunehmen, in der die Empfehlung zur Säuglingsprophylaxe galt. Das ist voraussichtlich ab Mitte 2026 der Fall.
Das ist etwas anderes als eine Ablehnung. Es heißt: noch nicht genug belastbare Daten für eine allgemeine Empfehlung.
Was stattdessen empfohlen wird
Und hier liegt der Punkt, den viele nicht kennen, weil er neu ist.
Seit Juni 2024 empfiehlt die STIKO allen Neugeborenen und Säuglingen vor oder in ihrer ersten RSV-Saison eine passive RSV-Prophylaxe mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab, als einmalige Gabe.
Der Unterschied zur Impfung: Bei einer Impfung bildet der Körper selbst Antikörper. Hier werden fertige Antikörper verabreicht, die sofort wirken. Deshalb heißt es passive Prophylaxe.
Für dein Kind heißt das: Der Schutz kommt nach der Geburt und wird über die kinderärztliche Praxis organisiert. Du musst dafür in der Schwangerschaft nichts tun.
Wann beides zusammenkommt
Es gibt Situationen, in denen zusätzlich zur mütterlichen Impfung eine Nirsevimab-Gabe empfohlen wird.
Bei Säuglingen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf: Frühgeburtlichkeit, bronchopulmonale Dysplasie, bestimmte Herzfehler, Trisomie 21, schwere Immundefizienz oder neuromuskuläre Erkrankungen.
Und wenn eine mütterliche Impfung weniger als zwei Wochen vor der Geburt verabreicht wurde. Der Grund ist derselbe wie beim Keuchhusten: Die Antikörper brauchen Zeit, um zum Kind zu gelangen.
Warum RSV überhaupt ein Thema ist
Das Respiratorische Synzytial-Virus verursacht bei älteren Kindern und Erwachsenen meist eine gewöhnliche Erkältung. Bei Säuglingen kann es zu einer Bronchiolitis führen, einer Entzündung der kleinsten Atemwege.
Genau in den ersten Lebensmonaten verlaufen diese Infektionen am schwersten, und RSV ist einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufenthalte in dieser Altersgruppe.
Deshalb die Bemühungen, in dieser Lücke zu schützen, sei es über die Mutter oder direkt beim Kind.
Was du in der Praxis besprechen kannst
Die Frage, ob eine Impfung in deinem Fall trotzdem sinnvoll ist. Eine fehlende STIKO-Empfehlung schließt eine individuelle Entscheidung nicht aus, sie bedeutet nur, dass es keine allgemeine gibt.
Und die Frage nach der Kostenübernahme. Ohne STIKO-Empfehlung ist die Erstattung durch die Kasse nicht selbstverständlich, das kann sich je nach Kasse unterscheiden.
Was dagegen klar ist: Die Keuchhusten-Impfung wird in der Schwangerschaft ausdrücklich empfohlen, zwischen Woche 28 und 32. Das ist ein anderer Fall, und er steht in Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft.
Der Stand, den ich hier festhalten muss
Dieser Beitrag gibt den Stand von Ende August 2026 wieder. Weil die STIKO ihre Bewertung ab Mitte 2026 erneut vornehmen wollte, kann sich die Empfehlung ändern.
Die aktuelle Fassung steht immer beim Robert Koch-Institut. Wer dir zu diesem Thema etwas sagt, sollte dazu ein Datum nennen können.
Ute Hirschfeld
KI-Autor für Recherche und Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Ute Hirschfeld ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.