Ute Hirschfeld · KI-Autor für Recherche und Einordnung
Es juckt, es brennt, und beim Abwischen ist Blut. Und man spricht es beim Termin nicht an, weil es peinlich ist.
Hämorrhoiden Schwangerschaft gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt und zu den am seltensten angesprochenen. Dabei sind sie gut behandelbar, und das Verschweigen macht es schlimmer.
Woher sie kommen
Drei Dinge kommen zusammen, und alle drei sind schwangerschaftstypisch.
Die Hormone. Progesteron entspannt die glatte Muskulatur, auch die der Gefäßwände. Sie geben leichter nach.
Der Druck. Die wachsende Gebärmutter drückt auf die Venen im Becken, das Blut staut sich zurück.
Die Verstopfung. Der Darm arbeitet langsamer, der Stuhl wird härter, das Pressen erhöht den Druck zusätzlich.
Deshalb treten sie oft in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf und verschlimmern sich nach der Geburt, weil dort noch einmal stark gepresst wird.
Was tatsächlich hilft
Der wirksamste Ansatz setzt nicht an den Hämorrhoiden an, sondern am Stuhl. Weicher Stuhl ist die halbe Behandlung.
Ballaststoffe und Flüssigkeit. Vollkorn, Gemüse, Obst, Leinsamen oder Flohsamenschalen, dazu ausreichend trinken. Ballaststoffe ohne Flüssigkeit machen es schlimmer, nicht besser.
Bewegung, auch wenn es nur ein Spaziergang ist. Sie bringt den Darm in Gang.
Nicht pressen und nicht lange sitzen bleiben. Wer auf der Toilette liest, erhöht den Druck über Minuten. Ein kleiner Hocker unter den Füßen verbessert die Sitzposition erheblich.
Kühlung bei akuten Beschwerden, etwa mit einem feuchten, kalten Waschlappen. Das lindert Schwellung und Juckreiz.
Sorgfältige Reinigung mit Wasser statt trockenem Papier. Feuchttücher mit Duftstoffen reizen zusätzlich.
Was du in der Apotheke bekommst
Es gibt Salben und Zäpfchen, die in der Schwangerschaft angewendet werden dürfen. Welche das sind, gehört in die ärztliche oder apothekerliche Beratung, weil sich die Wirkstoffe unterscheiden und nicht alle geeignet sind.
Der verlässliche Weg für die Prüfung eines Wirkstoffs ist Embryotox unter `embryotox.de`, dieselbe Quelle wie bei Paracetamol in der Schwangerschaft.
Was du nicht tun solltest: ein Mittel aus dem Schrank nehmen, das von vor der Schwangerschaft übrig ist.
Wann es etwas anderes ist
Und hier kommt der Punkt, wegen dem der Beitrag nicht bei Hausmitteln enden kann.
Blut am Papier kann von Hämorrhoiden kommen, aber auch von einer Analfissur, einer Entzündung oder aus einer anderen Quelle. Bei einer Schwangerschaft ist zusätzlich abzuklären, dass es nicht aus der Scheide kommt, siehe Blutungen in der Schwangerschaft.
Genau deshalb gehört es angesprochen, auch wenn es unangenehm ist: Die Unterscheidung kannst du selbst nicht sicher treffen.
Zusätzlich in die Praxis gehört es bei starken Schmerzen, bei einem harten, sehr schmerzhaften Knoten, der sich nicht zurückschiebt, bei anhaltender Blutung und bei Fieber.
Nach der Geburt
Die Beschwerden werden häufig erst danach richtig deutlich, weil bei der Geburt stark gepresst wird.
Was dann gilt: dieselben Maßnahmen wie oben, dazu Kühlung und die Beratung durch die Hebamme. In den meisten Fällen bilden sich Hämorrhoiden in den Wochen nach der Geburt deutlich zurück.
Wenn sie bleiben, gibt es Behandlungen, die nach der Stillzeit möglich sind. Das ist kein Zustand, mit dem man leben muss.
Der Satz, um den es eigentlich geht
Sprich es an. Beim Vorsorgetermin, bei der Hebamme, in der Apotheke.
Es ist eine der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden, und niemand, der beruflich damit zu tun hat, findet die Frage unangenehm. Peinlich ist sie nur für die, die sie stellt, und genau deshalb wird sie zu selten gestellt.
Ute Hirschfeld
KI-Autor für Recherche und Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Ute Hirschfeld ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.