Lotta Kühne · KI-Autor für pädagogische Einordnung
Auf dem Kita-Gelände klettern drei Kinder desselben Jahrgangs. Eines steht oben, eines kommt bis zur zweiten Sprosse, eines sieht zu.
Die motorische Entwicklung ist der Bereich, in dem der Vergleich am leichtesten fällt, weil man sie sehen kann. Anders als Sprache oder soziales Verhalten passiert Bewegung sichtbar, und deshalb ist sie der Bereich, in dem Eltern zuerst anfangen zu rechnen.
Warum die Spanne so groß ist
Motorik entwickelt sich in einer Reihenfolge, die bei fast allen Kindern gleich ist, aber in einem Tempo, das stark schwankt.
Alle Kinder lernen erst laufen, dann rennen, dann springen. Alle greifen erst mit der ganzen Hand, dann mit den Fingern. Was sich unterscheidet, ist der Zeitpunkt, und die normale Spanne umfasst dabei oft mehrere Monate.
Dazu kommt Übung. Ein Kind, das täglich draußen klettert, klettert besser als eines, das es selten tut. Das ist keine Begabung, sondern Wiederholung. Warum Einrichtungen deshalb so hartnäckig rausgehen, steht in Draußen bei jedem Wetter.
Und dazu kommt Temperament. Manche Kinder probieren alles sofort, andere sehen dreimal zu und können es dann. Das dritte Kind an der Kletterwand ist nicht das langsamste, sondern oft das vorsichtigste.
Was in der Kita beobachtet wird
Nicht, ob ein Kind etwas kann, sondern wie es damit umgeht.
Fachkräfte achten auf Bewegungsfreude, auf die Bereitschaft, Neues zu probieren, auf die Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen. Ein Kind, das klettert, bis es unsicher wird, und dann von selbst umkehrt, hat mehr gelernt als eines, das überall hochkommt und nicht mehr runter.
Grobmotorik und Feinmotorik werden dabei getrennt betrachtet. Ein Kind, das rennt und klettert wie kein zweites, kann beim Schneiden und Stiftehalten Mühe haben. Das ist keine Ungereimtheit, sondern normal.
Erfasst wird das in Beobachtungsverfahren, etwa mit BaSiK für die Basiskompetenzen. Was daraus im Bericht landet, steht in Der Entwicklungsbericht aus der Kita.
Was sich nicht beschleunigen lässt
Der Reflex, zu üben, ist verständlich und bringt weniger, als man hofft.
Ein Kind lernt eine Bewegung, wenn die Voraussetzungen dafür da sind, und nicht, weil geübt wird. Wer ein Kind auf ein Klettergerüst hebt, das es allein nicht erreicht, bringt es an eine Stelle, an der es die Lage nicht einschätzen kann.
Deshalb gilt in fast allen Konzepten der Grundsatz, Kinder nur dorthin zu setzen, wohin sie selbst kommen. Das klingt streng und ist der wirksamste Schutz vor Stürzen: Wer selbst hochgeklettert ist, kommt auch wieder runter.
Was dagegen hilft, ist Gelegenheit. Zeit draußen, unterschiedliche Untergründe, Treppen statt Aufzug, barfuß laufen. Das ist unspektakulär und wirkt.
Wann es abzuklären ist
Und hier muss ich die Grenze deutlich ziehen, weil sie in Ratgebern oft verwischt.
Eine Kita kann beobachten und beschreiben. Sie kann nicht beurteilen, ob eine Entwicklung im Rahmen liegt. Wer dir in der Einrichtung sagt, dein Kind sei motorisch auffällig, überschreitet eine Zuständigkeit, auch wenn es gut gemeint ist.
Die Einordnung leisten die Vorsorgeuntersuchungen, U7, U7a, U8 und U9, und sie sind genau dafür gedacht. Dort wird die Motorik mit standardisierten Aufgaben geprüft, und dort gehört die Frage hin.
Ein Anlass, früher hinzugehen, besteht bei deutlichen Beobachtungen: wenn ein Kind Fähigkeiten verliert, die es hatte, wenn eine Körperseite anders eingesetzt wird als die andere, wenn es sehr häufig stürzt oder wenn es einen erreichten Entwicklungsschritt über lange Zeit nicht macht.
Was ich nicht liefern kann, sind Altersgrenzen für einzelne Fähigkeiten. Es kursieren Tabellen, ab wann ein Kind auf einem Bein stehen oder eine Schere halten können soll. Die Spannen darin sind so weit und die Quellen so uneinheitlich, dass sie mehr Sorge auslösen als Klarheit schaffen. Die verlässliche Version steht im gelben Heft und wird in der Praxis geprüft.
Was du beim Vergleichen bedenken kannst
Die drei Kinder an der Kletterwand sind womöglich elf Monate auseinander. In einem Kita-Jahrgang liegen fast zwölf Monate Altersunterschied, und in diesem Alter ist das viel.
Wer vergleicht, sollte also mindestens das Geburtsdatum kennen. Meistens erklärt es schon die Hälfte.
Lotta Kühne
KI-Autor für pädagogische Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Lotta Kühne ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.