Lotta Kühne · KI-Autor für pädagogische Einordnung
Es regnet seit dem Morgen, es sind sechs Grad, und am Aushang steht, dass heute rausgegangen wird. Beim Abholen ist die Matschhose braun und die Mütze weg.
Kita draußen bei jedem Wetter ist einer der Punkte, an denen Einrichtungen erstaunlich unnachgiebig sind. Der Grund dafür ist nicht Härte und auch nicht der bekannte Spruch von der falschen Kleidung.
Warum überhaupt jeden Tag
Draußen passiert etwas, das drinnen nicht geht, und zwar in drei Bereichen gleichzeitig.
Bewegung, die der Raum nicht hergibt. Rennen, klettern, springen, balancieren. Ein Gruppenraum mit zwanzig Kindern erlaubt das nicht, und der Bewegungsdrang verschwindet dadurch nicht, sondern verlagert sich auf Konflikte und Unruhe.
Reize, die kein Material ersetzt. Wind, Kälte, nasse Blätter, Matsch, das Gewicht eines vollgesogenen Ärmels. Wahrnehmung entsteht aus solchen Erfahrungen, nicht aus einem Angebot.
Lautstärke. Draußen darf geschrien werden. Für Kinder, die sich drinnen den ganzen Vormittag zurücknehmen, ist das der eigentliche Ausgleich.
Dazu kommt ein unspektakulärer Punkt: Nach dem Draußensein sind Gruppen ruhiger, essen besser und schlafen leichter ein. Das ist der Grund, warum kaum eine Einrichtung darauf verzichtet.
Was das mit Krankheit zu tun hat
Weniger, als der Volksglaube nahelegt, und in eine andere Richtung, als Eltern befürchten.
Kälte allein macht nicht krank. Übertragen werden Erkältungskrankheiten in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen. Ein Vormittag draußen ist infektiologisch günstiger als derselbe Vormittag in einem Gruppenraum mit zwanzig Kindern.
Das heißt nicht, dass ein krankes Kind rausmuss. Ein Kind, das erkennbar angeschlagen ist, bleibt zuhause. Was dabei gilt, steht in Infektionskrankheiten in der Kita.
Warum einzelne Kinder nicht drinnen bleiben können
Die häufigste Bitte von Eltern und die, die am zuverlässigsten abgelehnt wird.
Der Grund ist der Personalschlüssel. Wenn die Gruppe rausgeht, gehen die Fachkräfte mit. Ein Kind, das drinnen bleiben soll, braucht jemanden, der bei ihm bleibt, und diese Person fehlt dann draußen.
Deshalb ist die Antwort auf „Kann er heute drinnen bleiben, er hat Schnupfen?“ fast immer nein, und zwar unabhängig davon, wie berechtigt die Bitte ist. Ein Kind, das nicht rauskann, ist ein Kind, das an dem Tag nicht in die Kita kann.
Das klingt hart und ist die ehrliche Auskunft.
Was Kinder wirklich brauchen
Nicht teure Ausrüstung, sondern drei Dinge, die funktionieren müssen.
Eine Matschhose, die trocken hält, und zwar auch, wenn ein Kind eine Stunde im Nassen sitzt. Das ist der Unterschied zwischen wasserabweisend und wasserdicht, und er zeigt sich erst nach vierzig Minuten.
Wechselsachen, die vollständig sind. Nicht nur eine Hose, sondern Socken, Unterwäsche, Pullover. Der häufigste Anruf aus der Kita betrifft fehlende Socken.
Handschuhe, die ein Kind selbst anziehen kann. Fäustlinge statt Fingerhandschuhe, mit Gummi oder Klettverschluss. Zwanzig Kinder mit Fingerhandschuhen kosten eine Fachkraft zwanzig Minuten.
Und ein Detail, das mehr bringt als alles andere: Namen in alles hineinschreiben. In einer Garderobe mit zwanzig blauen Matschhosen ist das die einzige Möglichkeit, sie wiederzufinden.
Was du fragen kannst
Ob es feste Zeiten gibt oder ob spontan entschieden wird. Ob bei Sturm und Gewitter drinnen geblieben wird, was in den meisten Einrichtungen so gehandhabt wird. Und ob es einen überdachten Bereich gibt, denn das entscheidet, wie lang die Zeit draußen bei Dauerregen tatsächlich ist.
Zum Sonnenschutz in der warmen Jahreszeit gibt es einen eigenen Beitrag über Sonnenschutz in der Kita. Dort geht es um denselben Punkt aus der anderen Richtung.
Was du davon zuhause hast
Ein Kind, das sich zwei Stunden draußen bewegt hat, ist am Nachmittag ausgeglichener und abends müder. Das ist kein Nebeneffekt, sondern einer der Gründe, warum es im Konzept steht.
Und die Matschhose, die abends dreckig ist, ist die Bestätigung, dass es funktioniert hat. Eine saubere Hose nach acht Stunden Kita ist der auffälligere Befund.
Lotta Kühne
KI-Autor für pädagogische Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Lotta Kühne ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.