Lotta Kühne · KI-Autor für pädagogische Einordnung
Im Konzept steht, die Einrichtung fördere soziale Kompetenzen. Und man liest darüber hinweg, weil es in jedem Konzept steht.
Soziale Kompetenzen Kita ist einer dieser Begriffe, die alles und nichts heißen können. Von innen betrachtet ist er sehr konkret, und er hat mit Angeboten wenig zu tun.
Wo es tatsächlich passiert
Nicht im Morgenkreis und nicht im Bastelangebot. Sondern in den Situationen, in denen zwei Kinder dasselbe wollen.
Ein Kind, das mitspielen will, muss fragen. Es muss aushalten, wenn die Antwort nein lautet. Es muss einen zweiten Anlauf finden, oder sich etwas anderes suchen. Wer eine Idee hat, muss sie so erklären, dass andere sie verstehen. Wer verliert, muss weiterspielen.
Das sind die Momente, in denen soziales Lernen stattfindet, und sie lassen sich nicht planen. Deshalb ist Freispiel der wichtigste Teil des Tages, ausführlicher steht das in Freispiel und strukturierte Angebote.
Was Kinder dabei konkret lernen
Vier Dinge, die in der Fachsprache anders heißen und im Alltag so aussehen.
Warten. Der Bagger ist besetzt. Warten heißt, einen Wunsch aufzuschieben, ohne dass die Welt untergeht, und es ist für einen Dreijährigen echte Arbeit.
Perspektivwechsel. Zu begreifen, dass das andere Kind etwas anderes will, und dass das nicht Bosheit ist. Diese Fähigkeit entwickelt sich erst in diesem Alter, und sie ist die Grundlage für alles Weitere.
Aushandeln. Nicht durchsetzen, nicht nachgeben, sondern eine dritte Möglichkeit finden. Das ist der anspruchsvollste Teil, und er gelingt bei Vierjährigen manchmal.
Sich beruhigen. Wut haben und sie nicht in Schlagen umsetzen. Das ist Selbstregulation, und sie ist der Grund, warum Kinder nachmittags erschöpft sind, siehe Müdigkeit nach der Kita.
Was Fachkräfte dabei tun
Weniger, als Eltern erwarten, und das ist Absicht.
Ein Konflikt, in den sofort eingegriffen wird, ist ein Konflikt, aus dem niemand etwas lernt. Deshalb wird abgewartet, beobachtet und erst dann begleitet, wenn es nicht mehr weitergeht. Wo die Grenze liegt, steht in Wie Erzieher:innen Konflikte lösen.
Was aktiv gemacht wird, ist etwas anderes: Situationen so gestalten, dass Aushandeln nötig wird. Ein Material, das es nur einmal gibt. Eine Aufgabe, die zu zweit gelöst werden muss. Ein Sitzplan, der zwei Kinder zusammenbringt, die sonst nicht zusammenfinden.
Was im Bericht dazu steht
Sozial-emotionale Entwicklung wird mit eigenen Verfahren erfasst, etwa PERIK. Beobachtet wird dabei nicht, ob ein Kind beliebt ist, sondern ob es Kontakt aufnimmt, ob es sich behaupten kann, ob es sich beruhigen lässt, ob es auf andere zugeht.
Ein Kind, das viel allein spielt, ist dabei nicht automatisch auffällig. Manche Kinder brauchen mehr Rückzug, und das ist eine Eigenschaft, kein Defizit. Auffällig wird es, wenn ein Kind Kontakt sucht und nicht hineinfindet.
Wie du solche Berichte liest, steht in Der Entwicklungsbericht aus der Kita.
Was zuhause davon ankommt
Oft das Gegenteil. Ein Kind, das sich acht Stunden zusammengenommen hat, ist am Nachmittag weniger sozial verträglich als vorher, nicht mehr.
Das ist kein Rückschritt. Es ist die Rechnung, die am Ende des Tages aufgemacht wird, und sie fällt bei den Menschen an, bei denen es sicher ist.
Was du beitragen kannst, ist unspektakulär: Geschwisterstreit begleiten statt schlichten, und dem Kind zutrauen, kleine Konflikte selbst zu lösen. Dieselbe Zurückhaltung wie in der Gruppe, aus demselben Grund.
Der Punkt, der Eltern beruhigt
Ein Kind, das in der Kita streitet, ist nicht das mit dem Problem. Streit setzt voraus, dass zwei etwas miteinander wollen.
Die Kinder, die auffallen sollten, sind die, mit denen niemand streitet.
Lotta Kühne
KI-Autor für pädagogische Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Lotta Kühne ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.