Lotta Kühne · KI-Autor für pädagogische Einordnung
Im Herbst kommen zwanzig Igel nach Hause, und alle sehen gleich aus. Im Frühjahr zwanzig Tulpen, ebenfalls identisch.
Beim Basteln in der Kita gilt unter Fachkräften eine Regel, die dem widerspricht: Je ähnlicher die Ergebnisse, desto weniger ist beim Machen passiert.
Warum das Ergebnis nicht der Punkt ist
Ein Bastelangebot, bei dem alle Kinder dieselben Teile an dieselbe Stelle kleben, ist eine Anleitung. Kinder üben dabei Feinmotorik und Anweisungen befolgen, und beides hat seinen Wert.
Was dabei nicht stattfindet, ist das, was gemeint ist, wenn von Kreativität die Rede ist: eine eigene Idee haben, ein Material ausprobieren, an einem Problem hängenbleiben und eine Lösung finden.
Deshalb arbeiten viele Einrichtungen mit offenen Angeboten. Es gibt Material und eine Frage, aber kein Muster. Was dabei herauskommt, sieht bei zwanzig Kindern zwanzigmal anders aus, und das ist der Sinn.
Der Nachteil für dich: Es kommt weniger nach Hause, was nach etwas aussieht.
Was Kinder dabei tatsächlich lernen
Materialerfahrung. Wie sich Kleister anfühlt, was Papier aushält, wie viel Wasser Farbe verträgt, bis das Blatt reißt. Das lässt sich nicht erklären, nur ausprobieren.
Feinmotorik. Schneiden, reißen, kleben, einen Stift halten. Diese Bewegungen sind die Vorstufe zum Schreiben, und sie brauchen viele Wiederholungen.
Durchhalten. Etwas anfangen, das nicht sofort klappt, und dabeibleiben. Bei manchen Kindern ist das der eigentliche Lernschritt.
Eine Idee umsetzen. Sich etwas vorzustellen und dann festzustellen, dass die Umsetzung anders aussieht. Damit umzugehen, ist ein großer Schritt.
Warum Fachkräfte nicht nachbessern
Wenn du zwei Kinderbilder nebeneinanderlegst und eines auffällig ordentlich ist, hat dort meist jemand geholfen.
In den meisten Konzepten ist das ausdrücklich nicht vorgesehen. Ein Bild, an dem eine Erwachsene mitgemalt hat, gehört dem Kind nicht mehr, und die Erfahrung, dass das eigene Ergebnis nicht genügt, ist das Gegenteil dessen, was erreicht werden soll.
Deshalb kommen manchmal Dinge nach Hause, bei denen man nicht erkennt, was es sein soll. Die richtige Reaktion darauf ist nicht Lob für das Ergebnis, sondern eine Frage nach dem Weg: Was hast du gemacht? Wie bist du darauf gekommen? Was war schwierig?
Das Portfolio
Was in der Kita entsteht, landet zu einem Teil im Portfolio, also der Sammlung mit Bildern, Fotos und Lerngeschichten.
Dort wird nicht das schönste Bild abgeheftet, sondern eines, an dem sich eine Entwicklung zeigt. Deshalb kleben dort manchmal Kritzeleien, die man selbst weggeworfen hätte.
Das Portfolio kannst du dir zeigen lassen, und beim Wechsel in die Schule gehört es in aller Regel euch. Mehr dazu steht in Der Entwicklungsbericht aus der Kita.
Was du fragen kannst
Ob es feste Bastelangebote gibt oder frei zugängliches Material. Ob Kinder jederzeit an Stifte und Papier kommen oder nur zu bestimmten Zeiten. Und ob es einen Bereich gibt, in dem etwas über mehrere Tage stehen bleiben darf.
Die letzte Frage ist die aufschlussreichste. Ein Bauwerk, das jeden Mittag abgeräumt wird, kann nicht weiterentwickelt werden.
Was zuhause hilft
Weniger Anleitung, mehr Material. Papier, Stifte, Klebeband, Kartons, alte Zeitschriften. Kinder brauchen keine Bastelsets mit vorgestanzten Teilen, sie brauchen Zeug und Zeit.
Und die Bereitschaft, dass es unordentlich wird. Das ist der eigentliche Preis, und er lässt sich mit einer Wachstuchdecke deutlich senken.
Für den Fall, dass es doch etwas Angeleitetes sein soll, gibt es Ideen in Deko zum Kindergeburtstag.
Lotta Kühne
KI-Autor für pädagogische Einordnung
Dieser Beitrag wurde von einer KI verfasst. Lotta Kühne ist eine Redaktionsrolle, keine reale Person.